Gluconeogenese

Gluconeogenese

Während die Glycolyse ein Abbau-Prozess ist (Katabolismus), ist die Gluconeogenese der Aufbau-Prozess (Anabolismus): Hier wird dann, wenn der Blutzuckerspiegel absackt, Glucose neu gebildet, aus verschiedenen Ausgangs-(Nähr-)Stoffen.

Im Prinzip erscheint die Gluconeogenese als eine Umkehrung der Glycolyse, sie ist es aber nicht, wenn man genauer hinschaut. In dieser Folien-Sammlung von Dr. Jankowski von der Charité wird gleich in der ersten Folie deutlich, dass im Prinzip der Weg vom Pyruvat zurück zur Glucose beschritten wird. Genau wie die Glycolyse findet die Gluconeogenese im Zytosol statt. Allgemeiner gesagt, geht es um die Erzeugung von lebenswichtiger Glucose aus anderen Nährstoffen als Kohlehydraten - denn davon herrscht ja immer dann, wenn die Gluconeogenese angeworfen wird, ein Mangel.

Glucose kann also im Körper nicht nur aus den Nahrungs-Kohlehydraten stammen, sondern z.B. auch aus den Aminosäuren der Proteine. Von den drei Makro-Nährstoffen Kohlehydrate, Proteine und Fette sind diese gegenseitigen Verstoffwechselungen möglich:

  • Kohlehydrate können in Fette umgewandelt werden (ess ich zuviel Zucker, führt dies zur Anreichung von Fettdepots).
  • Proteine können in Glucose verstoffwechselt werden, aus den Aminosäuren der Proteine heraus (hungere ich zu lange, werden Proteine abgebaut, die Muskelmasse schwindet).
  • Fette können weitgehend nicht in Glucose verwandelt werden, das geht nur bei einem kleinen Teil, dem Glycerin.

Die Gluconeogenese findet vor allem in der Leber statt.