Cholesterin-Kontroverse

Die Cholesterin Kontroverse

Die Brisanz dieser Kontroverse beruht auf dem Streit darüber, ob Cholesterin-senkende Medikamente (vor allem Statine) sinnvoll sind, unter der Voraussetzung, dass man eine Unterscheidung zwischen 'gutem' und 'schlechtem' Cholesterin macht und unter der Annahme, dass alles über 2 g pro Liter (oder 200 mg pro Deziliter) an Cholesterin im Blut zuviel ist.

Es geht beim Einsatz der Statine, von denen behauptet wird, dass sie in der Lage sind, den Cholesterin-Wert zu senken, vor allem darum, dass angeblich kardiovaskulären Erkrankungen damit entgegengearbeitet wird.

BMJ. 2004 Sep 18; 329(7467): 645.

Im British MedicalJournal (BMJ) erschien im Jahre 2004 eine Auswertung der Anzahl verschriebener Lipid-Senker und der klinisch aufgelaufenen akuten Herzinfarkte im National Health Service (NHS) für die Jahre 1996 bis 2002: "Prescribing of lipid regulating drugs and admissions for mycardial infarction in England"

Wie man in der Graphik sieht, hat sich trotz stark ansteigenden Lipid-Senker-Einsatzes bei der Herzinfarkt-Anzahl nicht viel getan. Die Autoren schreiben: "Large increases in the cost and volume of prescribing of lipid regulating drugs have been associated with only a modest decline in standardised admission ratios for acute myocardial infarction"

Dies als Einstig. Die Dinge liegen offenbar nicht so einfach, dass man mal eben schnell der Seite der Statin-Befürworter und Cholesterin-Warner Recht geben könnte.

Spektrum 2013: Die Cholesterin-Bombe

Dieser Artikel "Die Cholesterin-Bombe", erschienen 2013 in 'Spektrum der Wissenschaft' und nach wie vor online im fulltext verfügbar, ist ein guter Einführungsartikel in die Kontroverse.