Cannabidiol (CBD) - Rechtslage

Zunächst eine  Verlinkung zu dem gleichnamigen Artikel in der Abteilung Supplemente: Wie beschaffe ich mir CBD.

Hier die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen zum Umgang mit Cannabidiol (CBD). Daraus geht hervor, dass für CBD keine einschlägigen Vorschriften existieren, allerdings könnten CBD-haltige Extrakte als 'Neuartige Lebensmittel' deklariert nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie gesundheitlich bewertet und zugelassen sind:

"Für hanfhaltige Lebensmittel, die Cannabidiol (CBD) enthalten, gibt es keine speziellen lebensmittelrechtlichen Vorschriften. Es gelten die allgemeinen Regelungen, insbesondere die Verordnung (EG) Nr. 178/2002 (sog. Basisverordnung im Lebensmittelrecht) sowie des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches. Danach ist es insbesondere verboten, Lebensmittel, die nicht sicher sind, herzustellen oder in den Verkehr zu bringen. Die Lebensmittelunternehmer müssen im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht die Konformität der von ihnen vermarkteten Erzeugnisse mit den einschlägigen Rechtsvorschriften gewährleisten. Der Vollzug der lebensmittelrechtlichen Vorschriften ist in Deutschland Aufgabe der zuständigen Behörden der Länder.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat mitgeteilt, dass für CBD in hanfhaltigen Lebensmitteln anders als für Tetrahydrocannabinol (THC) keine gesundheitsbasierten Richtwerte (Health Bases Guidance Values, HBGV) existieren. Insofern fehlt die Basis für die Ableitung von Grenzwerten für CBD in hanfhaltigen Lebensmitteln.

Erzeugnisse, die CBD-haltige Extrakte aus der Hanfpflanze enthalten, werden – sofern sie keine pharmakologische Wirkung aufweisen – in der EU als neuartige Lebensmittel eingestuft. Neuartige Lebensmittel dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie gesundheitlich bewertet und zugelassen sind."