Bisphosphonate

"Soll ich Zometa nehmen?"

R.S., 09.08.2015

Nach wie vor befindet sich der knochenmetastasierte Betroffene im Zwiespalt, was er machen soll, der behandelnde Urologe oder Onkologe entweder ein Bisphosphonat oder den monoklonalen Antikörper Denosumab empfiehlt. Zometa (Zoledronsäure) oder Xgeva (Denosumab)? So oder ähnlich lautet die Frage.

Da die Bisphosphonate schon aus den 80ern kommen -eingesetzt zunächst gegen Osteoporose-, hat uns in der Prostatakrebs-Selbsthilfe die Diskussion darüberdie ganze Zeit begleitet, s. hierzu die Forums-Beiträge auf den KISP-Seiten.

Ebenfalls auf den KISP-Forum-Extrakt sei verwiesen wg. der möglichen Nebenwirkung Osteonekrose, die möglichst ausgeschlossen sein sollte.

Bisphosphonate als Immuntherapie-Hilfe?

Eine erstaunliche Anwendung hat sich in den letzten Jahren für die Bisphosphonate ergeben, was nahelegen würde, sich doch für Zometa zu entscheiden: Auf der Basis der Gabe von Bisphosphonaten lassen sich die gamma-delta-Zellen des Immunsystems aktivieren, erst recht, wenn noch Interleukin-2 hinzukommt:

Die Studie von Dieli et al. steht im fulltext zur Verfügung: Das Zoledronat ist ein Agonist der gamma-delta-T-Zellen, die wiederum, sofern sie in genügender Menge vorhanden sind, Krebszellen angreifen können. Es geht also um eine Immuntherapie und sollte auch dort diskutiert werden, hier soll der Hinweis reichen.