Chemo-Nebenwirkungen

Chemo-Nebenwirkungen vermeiden / abmildern

R.S., 31.03.2015

Da die klassische Chemotherapie mit ihren zytotoxischen Substanzen nicht unterscheidet zwischen kranken und gesunden Zellen, hat sie allein wegen der daraus resultierenden z.T. hässlichen Nebenwirkungen keinen guten Ruf. Allerdings zeigt die Auflistung der Vorgehens bekannter Prostatakrebs-Therapeuten (s. hier) sowie die Erfahrung in gut geführten onkologischen Infusions-Praxen, dass eine erhebliche Abmilderung von Nebenwirkungen möglich ist, ja dass man einige völlig vermeiden kann. So sollte z.B. Übelkeit gar nicht mehr auftreten. Haarausfall hingegen, Geschmacksstörungen und Leistungsabfall scheinen meinem Eindruck nach weitgehend unvermeidbar. Was Nagel-Schädigungen bis hin zu Verlust angeht, bin ich bezogen auf meinen eigenen Docetaxel-Therapie-Versuch angehalten worden, meine Nägel durch Aufbringen eines Klarlacks zu schützen, zusätzlich wurden während der Dauer der Docetaxel-Infusion die Hände/Nägel gekühlt. Auch den negativen Auswirkungen auf die Blutbildung kann entgegengearbeitet werden, notfalls mit der Gabe von Epo, was die roten Blutkörperchen angeht, oder G-CSF, was die Granulozyten angeht, bis hin zu einer Bluttransfusion. Interessant in diesem Zusammenhang ist meine eigene Erfahrung mit dem Mittel des Kurzzeit-Fastens vor Chemo, das offenbar dazu beiträgt, dass der HB-Wert nicht allzu sehr absackt.